In Hamnet erzählt Filmemacherin Chloé Zhao eine überwiegend fiktive Geschichte betreffend einen der einflussreichsten Schriftsteller aller Zeiten und seine Ehefrau. Sie tut dies allerdings aus einer Perspektive heraus, die eine passend poetische Herangehensweise an so schwere Themen wie Liebe, Verlust und auch den Verlust der Liebe ermöglicht. Edel bebildert und preiswürdig gespielt, spricht das aber auch deshalb nur ein bestimmtes Publikum an, da die emotional unvermittelt berührende Zusammenführung erst ganz am Ende wartet.
Sollte Die drei ??? – Toteninsel der letzte Film um die drei Detektive in dieser Zusammensetzung sein, würde Filmemacher Tim Dünschede das alte Versprechen aller Franchises einhalten, dass sich die Verantwortlichen den besten Teil für den Schluss aufgespart haben. Die Besetzung scheint hier vollends bei den Figuren angekommen zu sein und auch sonst ist die Mischung aus kinder- bzw. jugendtauglichem Krimi und Abenteuerfilm rundum gelungen. So sehr, man wünscht sich, dass es nicht ihr letzter Fall war.
Filmemacherin Nia DaCosta setzt in 28 Years Later: The Bone Temple nicht nur unmittelbar nach dem Ende von 28 Years Later an, ihre Erzählung leitet auch direkt auf den dritten Teil der Trilogie innerhalb des Franchise über, während sie gleichzeitig die Brücke zum Beginn der Reihe schlägt. Ob darin die inhaltlichen Weiterentwicklungen, die die Infizierten des „Wut-Virus“ betreffen, noch eine Rolle spielen werden, wird man abwarten müssen. Sie sind der interessanteste Aspekt der Geschichte, die sich mehr Zeit für Grausamkeiten nimmt, als sie müsste.
In seiner Verfilmung von Freida McFaddens Erfolgsromanerzählt Regisseur Paul Feig im Gewand eines stellenweise in sexy Hochglanzbildern eingefangenen Thrillers von nicht nur emotionalem Missbrauch. Dank der teils geforderten und starken Besetzung ist das überaus sehenswert, selbst wenn The Housemaid – Wenn sie wüsste mit zu vielen und sich wiederholenden Erklärungen im letzten Drittel an Tempo verliert und der Epilog länger ausfällt, als er müsste.
Filmemacher Oliver Jungwirth macht kein Geheimnis daraus, dass Falkner und die Liebe eines Lebens als Hommage an den schrulligen Inspektor Columbo entwickelt wurde. Entsprechend besteht der Reiz der Geschichte darin, wie der Inspektor die Puzzleteile zusammensetzt, um den Mörder zu überführen. Hier handelt es sich um einen Fan-Film im besten Sinne und als solcher ist er auf angenehme Art altmodisch – wie es auch die Vorlage war.
Entgegen der gängigen Bezeichnung, ist Rental Family der Filmemacherin Hikari keine Tragikomödie. Vielmehr fängt das Drama die Absurdität des Porträts unserer Gesellschaft immer wieder in amüsanten Momenten ein. Im Kern dreht sich die Geschichte aber um die menschliche Verbindung an sich und die Frage, wie lange man etwas vorspielen kann, ehe man doch Teil der Darbietung wird. Preiswürdig und bemerkenswert gespielt, ist dies ein Film voller leiser und feinfühliger Beobachtungen für ein Publikum, das sich auf die ruhige Erzählung einlässt.
In vielerlei Hinsicht bleibt Filmemacher Ric Roman Waugh seinem Überraschungserfolg Greenland treu und präsentiert mit Greenland 2 nicht weniger als das nächste Kapitel im Überlebenskampf der Familie Garrity, nachdem die Welt in gewisser Weise untergegangen ist. Doch hat man das Gefühl, als wollte er im Grunde eine viel größere Geschichte erzählen, die hier auf etwas mehr als eineinhalb Stunden spürbar zusammengekürzt ist. Das Ergebnis wird Fans des ersten Teils zufriedenstellen, lässt aber Vieles vermissen.
Craig Brewers Nacherzählung des Werdegangs der Neil Diamond-Tributband Lightning and Thunder nimmt das Publikum mit auf die Achterbahnfahrt des Duos, das lange auf einen Durchbruch wartete, und dem Schicksalsschläge wieder und wieder zusetzten. Song Sung Blue fühlt sich an wie ein filmisches Denkmal und lebt von seinen zentralen Darbietungen. Doch die Erzählung scheint zu schnell über die dunklen Abschnitte hinwegzugehen und am Ende ein paar Songs zu viel unterbringen zu wollen.
Seit mehr als 12 Jahren führt Tobias Krell als der Titel gebende Checker Tobi durch die gleichnamige Wissenssendung, die sich vornehmlich an Grundschulkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren richtet und Themen, an denen diese interessiert sind, kindgerecht aufbereitet. In seinem dritten Leinwandausflug Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde reist Tobi einmal um die Welt und begegnet auf seinem Weg interessanten Menschen, und einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Auch Erwachsene können hier noch dazulernen.
Tom Gormicans so-etwas-wie-ein-Reboot von Anaconda, des gleichnamigen, oft unfreiwillig lustigen Horrorfilms aus dem Jahr 1997, eignet sich nur für ein spezielles Publikum. Angelegt als wohlwollende Persiflage des Originals, ist sich die Komödie dessen Klischees und der eigenen durchaus bewusst. Aber anstatt hier auch neue Wege zu gehen, sind die Verantwortlichen der Meinung, wenn man sich darüber lustig macht, würde das ausreichen. Unterhaltsamer macht es das Gezeigte aber nicht.
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