News & Reviews

  • Primetime [2026]
    Filmemacher Lance Oppenheim widmet sich in Primetime einem Kapitel des US-amerikanischen Reality TV, das Geschichte geschrieben hat. Moderator und Journalist Chris Hansen taucht darin in eine abgründige Welt ab, darauf aus, pädophile Triebtäter vor laufenden Kameras zu ertappen. Von seinem Wunsch nach Ruhm im Rampenlicht angetrieben, überschreitet er mit seinem Team zunehmend Grenzen, von denen es kein Zurück mehr gibt. Sein Privatleben droht währenddessen, sein Image und das seiner Sendung nachhaltig zu beschädigen.
  • The Beauty of Ballroom [2025]
    Der nicht-binäre Filmschaffende Chan Sze-Wei taucht in der Dokumentation The Beauty of Ballroom in eine Kulturszene ein, die einem breiten Publikum vermutlich kein Begriff ist. Zwar begleitet die Erzählung die kürzliche Entstehung der Szene in Südostasien, weltweit ist sie aber wohl eher über 100 Jahre alt. So faszinierend dieser Blick ist, in diese reichhaltige Geschichte taucht der Dokumentarfilm ebenso wenig ein, wie er die verschiedenen Aspekte tatsächlich vorstellt. Sehenswert und interessant ist das dennoch.
  • Spa Weekend [2026]
    Auf den ersten Blick mutet die Komödie an, wie eine bewusst überzogene Story über vier beste Freundinnen seit Kindertagen, die sich nun, erwachsen und fest im Familien- wie im Arbeitsleben verwurzelt, eine Auszeit gönnen und dabei über die Stränge schlagen. Aber Spa Weekend wartet nicht nur mit einer Erzählung auf, in der sich die Protagonistinnen selbst und ohne Not immer tiefer in den Schlamassel reiten, sondern mit Figuren, die durch die Bank so unsympathisch sind, dass es einen nicht wirklich interessiert, was mit ihnen geschieht.
  • Mayday [2026]
    Wie die Geschichte, die während der Zeit des Kalten Krieges spielt und die Verständigung zwischen den verfeindeten Völkern der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion thematisiert, wirkt Mayday wie ein Relikt einer längst vergangenen Zeit. Die Filmemacher John Francis Daley und Jonathan Goldstein erzählen darin leichtfüßige Unterhaltung mit viel Action, die ohnehin bereits überzogen ist, aber durch viel Humor auch kaum ernst genommen werden kann. Das ist nicht nur unerwartet, sondern tatsächlich erfrischend.
  • Resident Evil [2026]
    Zach Creggers Leinwandadaption der langlebigen Videospielreihe Resident Evil ist ein seltsamer Film. In der ersten Dreiviertelstunde fängt er mit einer herausragenden Optik und langsam aufgebauten, spannenden Szenen den Horror ein, selbst eine so feindselige wie unwirkliche Welt zu erkunden. Doch dann begegnet der Protagonist, der unversehens in eine Situation geworfen wird, die er nicht versteht, anderen Figuren und es ist beinahe, als wäre was folgt ein ganz anderer Film.
  • Pressure [2026]
    Unbestritten dramatisiert Filmemacher Anthony Maras Elemente seiner auf wahren Ereignissen basierenden Erzählung in Pressure. Doch er tut dies nicht nur, um seinem Publikum zu vermitteln, was alles erforderlich war, damit die größte Landungsoperation in der Geschichte der Menschheit ein Erfolg werden konnte. Ihm gelingt dadurch auch ein stark gespieltes, dicht erzähltes Dialogdrama, dessen Aussagen ebenso in Erinnerung bleiben, wie einige Momente, die einem einen Schauer über den Rücken jagen.
  • Coyote vs. Acme [2026]
    Man kann nur hoffen, dass die ursprüngliche Entscheidung des Studios, David Greens Coyote vs. Acme nicht zu veröffentlichen und stattdessen in der Schublade verschwinden zu lassen, nicht mehr als ein großer PR-Stunt war. Denn tatsächlich ist die Real-Cartoon-Komödie genau das, was sie sein möchte: eine Menge Spaß mit einer David-gegen-Goliat-Geschichte im Zentrum. Das ist albern und inhaltlich hanebüchen, aber nie boshaft und durchweg unterhaltsam – wenn einem die Art Humor gefällt.
  • Runner [2026]
    Hauptdarsteller Alan Ritchson ist mit Leichtigkeit ein derart überlebensgroßer Held und die Ausgangslage von Runner derart dankbar, ihn als solchen in Szene zu setzen, dass es umso mehr enttäuscht, wie leichtfertig Regisseur Scott Waugh all dies verspielt. Dabei wartet seine Actionkomödie zumindest mit einem unterhaltsamen ersten Drittel auf und gerät nie langweilig. Packend ist es aber selten und zum Finale hin entgleist die Erzählung schließlich vollends. Genrefans kommen zwar noch auf ihre Kosten, aber das allein reicht am Ende kaum aus.
  • Gentle Monster [2026]
    Marie Kreutzers Drama Gentle Monster versucht, sich eines schwierigen Themas zu nähern und wartet mit einer preiswürdigen sowie einer sehenswerten Darbietung auf. Das ist gut beabsichtigt und greift einige wichtige Aspekte auf, ohne diese aber stringent weiter zu verfolgen. Entscheidungen der Figuren, die keinen großen Sinn ergeben, zusammen mit Dialogen, die teils völlig abwegig klingen, kosten die Erzählung schließlich beinahe jegliche Authentizität. Das Ergebnis ist bestenfalls bemüht, aber durchwachsen.
  • Atemlos vor Angst [1977]
    William Friedkins Adaption des zuvor als Lohn der Angst verfilmten Romans prägte eine ganze Generation von Filmschaffenden. Obwohl Atemlos vor Angst selten das volle Potential ausschöpft, das in ihm steckt und ein Werk darstellt, mit dem der Regisseur selbst lange nie zufrieden war und später nichts daran ändern wollte, ist das sehenswert. Diese Gegensätze sind es, die Sorcerer, so der Originaltitel, für Filmfans so interessant werden lassen, dessen Entstehungsgeschichte mindestens so fasziniert, wie der Film selbst.

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Auch wenn man sieht, wie persönlich Filmemacher @markpellington sein unheimliches Mystery-Thriller-Drama DIE MOTHMAN PROPHEZEIUNGEN ist, das Drama entwickelt nie die Zugkraft, die es bräuchte, damit die Story vollends mitnimmt und das Mystery-Element ist selten so unheimlich, wie es sein möchte. Dennoch können sich Genrefans gruselig unterhalten lassen und die Besetzung um @richardgere und @itsmelauralinney ist tadellos.

Bei @filmundfernsehjuwelen erschien kürzlich die #4K #UHD-Fassung, die mit einem starken Bild und Ton aufwartet. Auch wenn die Bilder einige Dropouts und Unschärfen aufweisen, das Flair der Geschichte profitiert enorm vom erweiterten Kontrastumfang und den dadurch möglichen, dunklen Schattierungen. Fans bekommen außerdem zwei Audiokommentare, ein Making-of, Trailer und Szenen vom Dreh geboten, zusätzlich zu einem informativen Booklet. Mehr kann man sich für das #Mediabook eigentlich nicht wünschen.

Die Besprechung gibt es bei uns:
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Wie viele gute Science Fiction-Filme steht auch MINORITY REPORT nur vordergründig für eine dystopische Zukunft. Die tatsächlichen Themen betreffen die Figuren darin, nicht die hochtechnisierte Welt, die aber mit universell personalisierter Werbung und ständiger Überwachung aktueller scheint, denn je. Stark gespielt und von einer guten Kriminalgeschichte mit einer unerwarteten Wendung getragen, kam der Film womöglich ein paar Jahre zu früh, als dass die oftmals erkennbaren Trickeffekte so zeitlos gewesen wären, wie die Story verdient hätte. Auch stoßen immer noch der weichgezeichnete Look und einige surreale Figuren auf.

Alles in allem bleibt MINORITY REPORT aber ein sehenswert, nicht nur für Fans von Filmemacher #StevenSpielberg oder Hauptdarsteller @tomcruise. Die #4K #UHD-Fassung von @leoninestudios bietet dabei die beste Möglichkeit, den Film heute zu entdecken. Das Bild bleibt weich und stellenweise geradezu unscharf, aber der Zugewinn an Details ist sichtbar. Auch hier macht sich der erweiterte Farb- und Kontrastumfang bemerkbar, gerade in den dunklen Momenten. Beim Ton gibt es hingegen keine wirklichen Verbesserungen und auch die enthaltenen Extras sind bekannt. Dennoch bietet die Veröffentlichung eine gute Möglichkeit, die gar nicht so unwahrscheinliche Welt aus MINORITY REPORT (aufs Neue) zu entdecken.

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Neue Kritiken sind eingetroffen zu dem auf Tatsachen basierenden und toll gespielten PRESSURE, der Real-Cartoon-Komödie COYOTE VS. ACME, die beinahe nie veröffentlicht worden wäre, der australischen Actionthriller-Komödie RUNNER mit @alanritchson, @mariekreutzer|s schwerem Drama GENTLE MONSTER mit #LeaSeydoux und @jellahaase sowie #WilliamFriedkin|s bei der @criterioncollection veröffentlichtem ATEMLOS VOR ANGST (SORCERER).
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