News & Reviews

  • How to Make a Killing – Todsicheres Erbe [2026]
    Obwohl Filmemacher John Patton Ford, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, den Krimiklassiker Adel verpflichtet nicht als Vorlage auflistet, seine böse Krimikomödie How to Make a Killing – Todsicheres Erbe weist dieselbe Grundidee auf. Darin versucht ein geschasster Erbe, sich der übrigen zu entledigen, um das Familienvermögen zu erlangen. Am Ende ist das zwar weniger packend erzählt, als man sich wünschen würde, dank der toll aufgelegten Besetzung und der sehenswerten Umsetzung aber ungemein empfehlenswert.
  • Ready or Not 2 [2026]
    Die überraschend späte Fortsetzung bietet genau das, was Fans des ersten Teils erwarten. In dieser Feststellung schwingt bereits mit, dass es den Filmemachern Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett jedoch nicht gelingt, der Ausgangsidee mehr als ein paar neue Einfälle hinzuzufügen. Weiß man aber darum, bietet Ready or Not 2 durchaus brachiale Unterhaltung für ein erwachsenes Publikum, wobei die Gewalt, die sich gegen die Protagonistinnen richtet, an ein paar Stellen merklich zu weit geht.
  • The History of Sound [2025]
    Wie in seinem erstklassigen Living – Einmal wirklich leben erzählt Filmemacher Oliver Hermanus auch Ben Shattucks Adaption seiner eigenen Kurzgeschichte als zurückgenommenes Drama voller leiser Beobachtungen. Die emotionale Kraft, die The History of Sound dabei entwickelt, zeigt sich zwar erst ganz am Ende, dann jedoch ergibt die Geschichte um ein unerfülltes Leben oder das Glück einer Liebe, der man sich selbst verschließt, ein so treffendes Bild, dass es einen förmlich anhält, zu reflektieren.
  • Der Magier im Kreml [2026]
    Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Giuliano da Empoli erzählt Filmemacher Olivier Assayas in Der Magier im Kreml die Geschichte des späteren Chefberaters des russischen Präsidenten. Während der literarischen Vorlage eine propagandistische Russlandfreundlichkeit vorgeworfen wird, was nur diejenigen beurteilen können, die sie gelesen haben, zeigt sich die filmische Umsetzung kritisch, vermag sich aber den Figuren letztendlich auch nicht vollends zu nähern.
  • Shelby Oaks [2024]
    In seinem ersten abendfüllendem Spielfilm erzählt der zum Filmemacher avancierte YouTube-Filmkritiker Chris Stuckmann eine Geschichte, die trotz der bekannten Erzählweise interessanter beginnt, als sie endet. Der durchaus atmosphärische Szenenaufbau tröstet lange darüber hinweg, dass keine Idee in Shelby Oaks wirklich neu ist und man all dies bereits zu oft gesehen hat. Doch im letzten Drittel, wenn die Story den Fantasyaspekt vollends aufgreift, fällt auch die Stimmung merklich in sich zusammen.
  • Das Drama [2026]
    Je weniger man darüber weiß, umso mehr nimmt einen der Inhalt von Das Drama mit in eine Richtung, die man in keinster Weise kommen sieht. Kristoffer Borglis Erzählung von einem traumhaftem Paar, dessen Beziehung sich wenige Tage vor der Hochzeit in einen Alptraum verwandelt, als ein Geheimnis ans Licht kommt, ist stellenweise derart satirisch böse, dass einem das Lachen beinahe im Halse stecken bleibt. Dank der tollen Chemie der Besetzung fiebert man dennoch mit, auch wenn man gerade im letzten Drittel zunehmend vor Fremdscham im Boden versinken möchte.
  • Der Super Mario Galaxy Film [2026]
    Das Animationsabenteuer richtet sich ganz und gar an seine Zielgruppe. Die besteht zum einen aus einem sehr jungen Publikum und gleichzeitig aus Fans von Nintendos Spielen um den heldenhaften, Titel gebenden Klempner Mario und seinen zurückhaltenden Bruder Luigi. Aber so sehr sich das nach einem Erfolgsrezept anhört, ist Der Super Mario Galaxy Film erzählerisch ein derartiger Schlamassel, dass es merklich Unterhaltungswert kostet. Zumindest dann, wenn man nicht der originären Zielgruppe angehört.
  • They Will Kill You [2026]
    Filmemacher Kirill Sokolov präsentiert mit They Will Kill You einen Genremix, der sich ausschließlich und ganz bewusst an Erwachsene richtet. Die brutale Horror-Action-Fantasy-Komödie wird dabei im Verlauf inhaltlich nicht nur immer abstruser, sondern ist von Beginn an geradezu aggressiv umgesetzt, so dass sich hier vermutlich lediglich ein bestimmtes Publikum wohlfühlen wird. Für dieses ist Einiges geboten, selbst wenn nicht erst beim genaueren Hinsehen auffällt, dass die Geschichte weniger clever ist, als sie vorgibt zu sein.
  • Shelter [2026]
    Ric Roman Waughs Thriller Shelter wird Genrefans kaum vollends enttäuscht zurücklassen und tritt Jason Statham als schweigsamer Eliteagent schließlich in Aktion, löst der Film ein, was er verspricht. Doch bleibt der Eindruck, dass die Verantwortlichen ihren eigenen Ansprüchen nie wirklich gerecht werden. Das Ergebnis ist zu keinem Zeitpunkt wirklich packend, dafür aber auch nie langweilig und routiniert genug umgesetzt, dass man verzeiht, wie wenig ausgenutzt die altbekannte Idee tatsächlich ist.
  • Blue Moon [2025]
    Inspiriert von den Briefen von Elizabeth Weinland an den Liedtexte- und Musicalautor Lorenz „Larry“ Hart erzählt Filmemacher Richard Linklater in Blue Moon vor dem Hintergrund einer wichtigen Nacht wenige Monate vor dem frühen Tod des Künstlers mit entblätternden und teils bissigen Dialogen eine Charakterstudie, bei der es einfach fällt, die Figur in Zentrum als selbstverliebten Egozentriker abzutun. Hinter der Fassade findet sich allerdings nicht nur eine große Unsicherheit, sondern ein unerfülltes Verlangen, das sein Schicksal umso tragischer erscheinen lässt.

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