News & Reviews

  • Wildwood [2026]
    Travis Knights Wildwood ist ein Film, den es gar nicht geben dürfte. Es ist ein Stop Motion-Animationsfilm, was für sich genommen bereits eine Seltenheit ist, aber dieser ist gleichzeitig auf einem kaum zu beschreibenden, riesigen Maßstab umgesetzt, dass einen die Bilder förmlich überrollen. Mit einer Geschichte, die von stillen Tragödien erzählt und von großen Kriegen, ist das bewegend, berührend, witzig und warmherzig, actionreich und mitunter unheimlich – und eines der Ereignisse des Kinojahres.
  • Klara und die Sonne [2026]
    Taika Waititis sichtbar ambitionierter Klara und die Sonne fühlt sich stellenweise an, als hätte der Filmemacher einen ähnlichen Stoff wie Steven Spielbergs A.I.: Künstliche Intelligenz genommen und mit Slapstickhumor versehen. Wenn sich das unvereinbar anhört, dann, weil es kaum zusammenpasst und trotz einer tadellosen Inszenierung und einer gut gelaunten, namhaften Besetzung am Ende den emotionalen Kern verliert, der notwendig wäre, damit das tatsächlich funktionieren könnte.
  • Crazy Old Lady [2025]
    In seinem alleinigen Spielfilmregiedebüt erzählt Filmemacher Martín Mauregui vor der Kulisse eines Horrorfilms, der darauf aus ist, sein Publikum sich so unwohl wie möglich fühlen zu lassen, im Kern davon, wie Missbrauch und Trauma weitergegeben werden. Inhaltlich klingt das vielversprechend, doch verdienen die beiden Protagonisten in Crazy Old Lady ein Drehbuch, das abseits des Horrors auch an den Themen im Hintergrund interessiert ist. Dass dem nicht so ist, ist aber weniger ärgerlich, als dass die Erzählung nichts zu Ende bringt.
  • Obsession – Du sollst mich lieben [2025]
    Mit seinem zweiten Spielfilm gelingt dem unter anderem durch seine YouTube-Videos bekannt gewordenen Filmemacher Curry Barker nicht nur eine der erfolgreichsten Independent-Produktionen aller Zeiten. In Obsession – Du sollst mich lieben erzählt er darüber hinaus von der zerstörerischen Kraft einer zwanghaften Liebe und wie sehr die eigne Persönlichkeit davon verdrängt werden kann. Das ist stellenweise amüsant, über weite Strecken beängstigend und mitunter unvermittelt brutal umgesetzt.
  • Still – Hush [2016]
    In seinem dritten Spielfilm Still – Hush erzählt Filmemacher Mike Flanagan einen Home Invasion-Thriller mit einer in der Hauptfigur liegenden Besonderheit. Die kompakten 80 Minuten vergehen ungemein schnell und sind stellenweise packend umgesetzt. Ein Publikum, das sich darauf einlässt, erwartet ein beängstigendes Szenario, bei dem man sich nicht sicher sein kann, wie es ausgeht. Ob man unbedingt auf die vom Regisseur bevorzugte Fassung zurückgreifen muss, sei dahingestellt.
  • Clayface [2026]
    Das einzig große Manko an James Watkins’ Adaption der DC Comics-Vorlage Clayface ist tatsächlich, dass man nicht wirklich sagen kann, an welcher Stelle sich der düstere Body-Horror-Thriller in die übrigen Filme des filmischen Universums einfügen soll. Auch wenn er sich anfühlt wie ein Teil desselben wie The Batman, gehört er wohl nicht dazu. Das ist schade, denn die düstere Comic-Verfilmung ist stark gemacht und erzählt eine tragische Geschichte um eine Hauptfigur, die sich zunehmend verliert. Der beste DC-Comicfilm seit Jahren.
  • Die andere Seite [2026]
    Die Bilder, die Filmemacherin Mariko Minoguchi in ihrem beängstigenden Drama Die andere Seite findet, sind wie die Darbietung im Zentrum derart stark, dass man lange Zeit nicht bemerkt, dass es der Geschichte an einem klaren Ziel ebenso mangelt, wie an deutlichen Charakterisierungen. Insbesondere ein erwachsenes Publikum kann sich dabei so leicht mit der Ausgangslage identifizieren, dass es beinahe enttäuscht, dass die Erzählung am Ende nicht mehr daraus zu machen versteht – oder nicht daran interessiert ist.
  • A Quiet House [2024]
    In ihrem Spielfilmregiedebüt versucht sich Filmemacherin Destry Allyn Spielberg an einer Horrorgeschichte, die mehrere Ideen des Genres kombiniert. Darin findet sich eine Gruppe von Jugendlichen in einem Haus wieder, deren Besitzerin Düsteres im Schilde führt. So bekannt, wie sich die Ausgangslage anhört, ist A Quiet House schließlich auch und setzt am Ende auf eine Mythologie, die zuvor nicht wirklich vorgestellt wird. Das ist im besten Fall durchwachsen, überwiegend aber enttäuschend.
  • Juror #2 [2024]
    In Juror #2 erzählt Filmemacher Clint Eastwood die Geschichte eines Mannes, der sich, nachdem er mit Hilfe seiner Frau eine schwierige Phase in seinem Leben überwunden hat, in einer moralischen Zwickmühle wiederfindet, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Das ruhige Krimidrama lebt darum nicht von dem Kriminalfall selbst, sondern von seinen Figuren. Das ist seine größte Stärke – und seine größte Schwäche.
  • Der Teufel trägt Prada 2 [2026]
    Es hat beinahe den Anschein, als hätten die Verantwortlichen von Der Teufel trägt Prada 2 den ersten Teil angesehen und sich vorgenommen, alles davon zu kopieren. Der Look, der Glamour, die Figuren, der Humor, es ist alles hier. Und doch fehlt dieser Fortsetzung jegliche Seele oder irgendeine Idee, was sie überhaupt aussagen möchte. Das Ergebnis fühlt sich wie ein Hochglanzmagazin an: von der ersten bis zur letzten Seite designt, dem Publikum zu gefallen.

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Seit kurzem im #Kino zu sehen: WHALEFALL. Die Idee eines Tauchers, der von einem Wal verschluckt wird und nur eine Stunde hat, sich zu befreien, klingt absurd, aber sie ist derart packend und klaustrophobisch umgesetzt, dass man selbst dabei die Luft anhält. Toll gespielt und einfallsreich gefilmt, ist das ein Kampf ums Überleben, den man nicht so schnell vergisst – und nach dem man froh ist, dass die Badesaison erst einmal vorbei ist. Zur Besprechung:
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Neue Kritiken sind eingetroffen zu @mariko_minoguchi|s apokalyptischem Drama DIE ANDERE SEITE mit einer preiswürdigen @ninahoss_actress, dem Spielfilmregiedebüt von @destryallyn #Spielberg, A QUIET HOUSE, der letzten Regiearbeit von Altmeister #ClintEastwood, JUROR #2, und der erneut prominent besetzten, späten Fortsetzung DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2.
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Seit kurzem im #Kino zu sehen: DIGGER 🪏🪏. Die Satire mit @tomcruise als gewissenlosem Öltycoon porträtiert die Profitgier als Hauptursache einer globalen Katastrophe. Das ist aktuell und unangenehm, werden doch auch Verantwortungslosigkeit und Selbstüberschätzung von Politik und Wirtschaft gleichermaßen ins Visier genommen. Gerade deshalb aber ist es sehenswert, wobei die Vorschau glücklicherweise gar nicht verrät, was das Publikum hier erwartet. Zur Besprechung:
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