News & Reviews
- Whalefall [2026]
Brian Duffields Adaption von Daniel Kraus’ Roman ist ein bedeutend besserer Film, als man in Anbetracht der hanebüchen erscheinenden Geschichte um einen Taucher, der von einem Pottwal verschluckt wird, sollte erwarten dürfen. Dabei setzen die Verantwortlichen die Geschichte mit einer Ernsthaftigkeit um, die gleichermaßen überrascht und nicht zuletzt die zentralen Darbietungen sorgen dafür, dass man bei Whalefall öfter als nicht die Luft anhält. - Street Fighter [2026]
Street Fighter, die bereits dritte Realspielfilmadaption der langlebigen Videospielreihe ist in vielerlei Hinsicht ein Gemischtwarenladen. Darin finden sich so absehbare Klischees, dass man sich beinahe fremdschämen möchte, neben interessanten, neuen Einfällen. Es gibt eine unerwartete Neuausrichtung des Kampfsportfranchise als überzogene 1980er-Jahre Actionkomödie neben Kampfsequenzen, die den Kinosaal beben lassen. Wirklich packend ist das aber nie und richtet sich eindeutig an ein Publikum, das Sympathien für den Charme der Vorlage hegt. - Sinn und Sinnlichkeit [2026]
In ihrer Adaption des gleichnamigen Romanklassikers von Jane Austen aus dem Jahr 1811 erzählt Filmemacherin Georgia Oakley die Geschichte von zwei Schwestern auf der Suche nach der wahren Liebe und ihrem Platz in der Gesellschaft. Es sind Aspekte, die Sinn und Sinnlichkeit eine unübersehbare Zeitlosigkeit verleihen. Getragen von einer starken Besetzung und erstklassigen Dialogen, ist das ungemein einnehmend, auch dank starker Figuren, zu denen man sofort Zugang findet. - Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte [2026]
Basierend auf dem gleichnamigen Roman, beleuchtet Filmemacher Volker Schlöndorff in etwa 100 Jahre deutsche Geschichte. Zwar bleibt Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte einer Perspektive am Märkischen Meer verhaftet, doch werden die Themen unumstritten klar. Was den Schilderungen aber fehlt, ist ein Kontext, so dass das Geschehen auf Grund wechselnder Hauptfiguren nicht nur kaum emotional mitnimmt, die Sympathien scheinen teilweise sogar in die „falsche“ Richtung zu tendieren. - Das Ding mit Federn [2025]
In dem Drama Das Ding mit Federn erzählt Filmemacher Dylan Southern von einem Vater, der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau mit den zwei Söhnen versucht, einen Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Alle drei sehen eine überlebensgroße Krähe, die sich im Haus einquartiert hat und behauptet, erst dann zu gehen, wenn sie sie nicht mehr brauchen. Voller Symbolik führt das zu Abgründen, die ein Verlust verursachen kann. Das ist preiswürdig gespielt, wird aber auf Grund der Präsentation nur ein spezielles Publikum ansprechen. - Sacrifice [2025]
Romain Gavras’ Sacrifice ist ein Film, über den man bereits während des Ansehens und auch danach diskutieren kann. Vornehmlich darüber, was die Verantwortlichen, angeführt von einer namhaften Besetzung, damit wohl aussagen wollen. Dass die Erzählung den Einfluss des Menschen auf Mutter Natur aufgreift und ganz wortwörtlich in den Raum stellt, dass dieser sie auch besänftigen könnte, unterstreicht zwar die inhaltliche Aktualität. Dies als Satire zu gestalten, ohne deutlich zu machen, auf welcher Seite diese steht, ist aber mehr als nur gewagt. - Hope [2026]
Na Hong-jins Hope entwickelt sich in vielerlei Hinsicht anders, als man erwarten würde. Auch in den letzten 15 Minuten, die andeuten, dass der Filmemacher mit der Geschichte noch nicht abgeschlossen hat und erst dann eine Mythologie umreißt, die er zwei Stunden vorher hätte vorstellen sollen, damit die überlange Erzählung zumindest rudimentär hätte packen können. Schade ist es um den Aufwand und die erste Stunde, deren Schwachstellen sich im Verlauf nur wiederholen und deutlich mehr werden. - Verity – Dunkle Geheimnisse [2026]
Basierend auf der erfolgreichen, gleichnamigen Romanvorlage von Colleen Hoover erzählt der Thriller Verity – Dunkle Geheimnisse von menschlichen Abgründen und stellt dabei in Frage, was real ist und was nicht. Prominent besetzt und routiniert in Szene gesetzt, wird ein Publikum ohne große Thrillererfahrung hier vielleicht überrascht werden. Alle anderen werden nur sporadisch spannende Unterhaltung vorfinden, die wenigstens eine Wendung davon entfernt ist, so unvorhersehbar zu sein, wie die Verantwortlichen überzeugt sind, sie wären es. - Digger [2026]
Es fällt immens schwer, Alejandro G. Iñárritus neuesten Film Digger einzuschätzen. Wenn nichts anderes, ist es nicht die Art Film, die die Vorschau vermuten lässt und trotz der namhaften Besetzung, die hier mitunter bis zum Äußersten gefordert ist, wird die Erzählung vermutlich nur ein bestimmtes Publikum ansprechen. Das jedoch erwartet eine überaus aktuelle und stellenweise geradezu unbequeme Satire, die inhaltliche Wendungen bereithält, die man so nicht kommen sieht. - Shaun das Schaf: Spuk im Kürbisfeld [2026]
In seinem dritten Leinwandabenteuer Shaun das Schaf: Spuk im Kürbisfeld bekommt es das Titel gebende Schaf mit einem haarigen Monster zu tun, das passend zu Halloween den Ort Mossingham heimsucht. Wie gehabt, setzt die Knetschmiede Aardman Animations das nie zu gruselige Geschehen mit ebenso knuffiger wie liebevoll gestalteter Stop-Motion-Technik um, so dass nicht nur für viel Humor gesorgt ist, sondern auch für ein unverkennbares Aussehen, das Fans und solche, die es werden wollen, sofort für sich einnimmt.
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Die toll ausgestattete #JaneAusten-Verfilmung SINN UND SINNLICHKEIT ist geradezu greifbar authentisch gespielt und zeigt in erstklassigen Bildern das Leben von Frauen im England des frühen 19. Jahrhunderts. Emotional, ohne rührselig zu sein, ist das rundum schön. Klasse! Zur Besprechung:
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Okt. 14
Trotz der interessanten Perspektive fehlt dem toll besetzten und stark ausgestatteten Drama HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE der notwendige Facettenreichtum, das Gezeigte auch einzuordnen. Selbst wenn die Beobachtungen richtig sind, sie sind in vielerlei Hinsicht im übertragenen Sinne zusammenhanglos. So bleibt die Darstellung beinahe eines Jahrhunderts deutscher Geschichte zu oberflächlich, als dass dies überhaupt packen könnte. Zur Besprechung:
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Okt. 13
In DAS DING MIT FEDERN sehen sich ein trauernder Vater und seine zwei Söhne urplötzlich einer überlebensgroßen Krähe gegenüber, die ihnen immer wieder begegnet. Atmosphärisch und auf ungewöhnliche Art zum Leben erweckt, verbergen sich hier viele treffende Beobachtungen und Sinnbilder neben einer preiswürdigen Darbietung im Zentrum. Dennoch wirkt das stellenweise aufgesetzt. Zur Besprechung:
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Okt. 13
Die Satire SACRIFICE um eine terroristische Vereinigung, die im Angesicht des Endes der Welt eine Benefiz-Gala überfällt und Opfer darbringen will, ist optisch gelungen. Aber so anerkennenswert eigenwillig in der Idee und Umsetzung, ist das nie entlarvend bissig genug, wenngleich nie um eine Aussage verlegen, was immer diese sein mag. Inhaltlich mehr Konvolut als strikt erzählt. Zur Besprechung:
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Okt. 12
Neue Kritiken sind eingetroffen zu den kommenden #Kino-Starts der toll ausgestatteten und insbesondere von @daisyedgarjones sowie @esme_creedmiles eben so gespielten #JaneAusten-Verfilmung SINN UND SINNLICHKEIT, der gleichermaßen stark umgesetzten, inhaltlich aber nicht erfüllenden Romanverfilmung HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE, dem Drama DAS DING MIT FEDERN sowie der Satire SACRIFICE mit @chrisevans und @anyataylorjoy.
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Okt. 10
Mit mehr als zweieinhalb Stunden überlang in jeder Hinsicht, weiß der sehr actionreiche, südkoreanische Film HOPE nicht, was er sein will. Zumindest anfangs eindrucksvoll getrickst und sichtbar aufwändig, wiederholen sich hier Szenen und Ideen, während die eigentliche Story erst ganz am Ende skizziert wird. Das ist schade und vollkommen verschenkt. Zur Besprechung:
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Okt. 6
Eine neue Kritik ist eingetroffen zum kommenden #Kino-Start des südkoreanischen Actionfilms HOPE. Außerdem kürzlich hinzugekommen sind Besprechungen zu der bereits gestarteten @colleenhoover-Romanadaption #VerityDunkleGeheimnisse mit @annehathaway und @dakotajohnson sowie dem polarisierenden DIGGER mit @tomcruise als gewissenlosem Öltycoon.
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Okt. 3
Von @russellcrowe|s preiswürdiger Darbietung im Zentrum getragen, nimmt die Geschichte von @ridleyscottcg|s GLADIATOR um einen römischen Tribun, der Rache für den Mord an seiner Familie nehmen will, emotional durchaus mit. Aufwändig in Szene gesetzt, stört stellenweise einzig die auf modern getrimmte Inszenierung. Zur Besprechung:
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Okt. 2

















