News & Reviews

  • Wild Horse Nine [2026]
    Mit erstklassigen, hintersinnigen Dialogen und zwei Darbietungen, die zusammen das Porträt einer stillen Freundschaft zeichnen, die keine Worte benötigt, richtet sich Filmemacher Martin McDonagh in Wild Horse Nine an ein Publikum, das in der Lage und bereit ist, auf Zwischentöne zu hören. Das heißt nicht, dass Vieles hiervon nicht ohnehin bereits immens amüsant wäre, wenn es den eigenen, düsteren Humor trifft. Aber die eigentliche und viel prägendere Geschichte spielt sich zwischen den Zeilen ab. Das ist heute selten und gerade deshalb ein wahres Fest.
  • George Michael: The Faith Tour [2026]
    10 Jahre nach dem viel zu frühen Tod der Popikone lädt George Michael: The Faith Tour ein, ein Konzert aus seiner ersten Tour mitzuerleben. Nahtlos zusammengeschnitten aus zwei Aufzeichnungen der Titel gebenden Faith Tour bei deren Station in Paris im Jahr 1988, ist dies eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die die Musik des Künstlers zu schätzen wissen. Gleichzeitig unterstreichen die Verantwortlichen, was für eine unnachahmliche Wirkung diese Konzerte entfaltet haben – und was die Musikwelt mit George Michaels Tod verloren hat.
  • Beware Boiúna [2026]
    Mike P. Nelsons Beware Boiúna ist vermutlich der beste Monsterhorrorfilm um eine Riesenschlange im Amazonas, der es bislang auf die große Leinwand geschafft hat. Das ist für sich genommen zwar noch nicht allzu aussagekräftig, aber man muss es den Verantwortlichen zugutehalten, dass sie darum bemüht sind, das sagenumwobene Reptil in einer ernsthaften Geschichte in Szene zu setzen. Wären da nicht Nebenhandlungen, die nirgendwo hinführen und Dialoge, bei denen man am liebsten weghören möchte.
  • Ein Talent fürs Morden [2026]
    In Ein Talent fürs Morden erzählt Regisseur Anton Corbijn basierend auf dem Theaterstück von Joanna Murray-Smith eine fiktive Geschichte über die letzten Tage von Autorin Patricia Highsmith. Das Ergebnis ist ein im besten Sinne altmodischer Krimi, der sich seinen Figuren auf behutsame Weise nähert und sich dank erstklassiger Dialoge an ein aufmerksames Publikum richtet. Das wird die Auflösung(en) zwar absehen können, faszinierend mitanzusehen ist es dennoch.
  • Geister [2026]
    Fatih Akins Fantasy-Liebesdrama Geister erzählt von einem jungen Paar, das durch den Tod getrennt wird, kaum dass es zueinander findet. Da ihre Liebe aber über den Tod hinaus wirkt, lässt den Zurückgeblieben die Trauer nicht los. Das klingt tragisch und ist sicher gut beabsichtigt. Aber es mangelt an greifbaren Darbietungen ebenso, wie an lebensnahe Dialogen, so dass der einzig rundum gelungene Moment wirkungslos verpufft. Schade ist das um die Talente und das Potential.
  • Matchbox: Der Film [2026]
    Als nächste Spielzeugmarke, die den Sprung in das Medium Film schaffen soll, haben sich die Verantwortlichen für die Titel gebenden Druckguss-Spielzeugautos entschieden. Das Ergebnis ist Matchbox: Der Film, der zwar immer wieder den Namen der Vorlage aufgreift, im Kern aber damit kaum etwas zu tun hat. Stattdessen erzählt Filmemacher Sam Hargrave eine actionreiche Agentenkomödie, die trotz der soliden Umsetzung am Ende wirkt, als wäre sie nur ein Spielzeugmodell.
  • Wildwood [2026]
    Travis Knights Wildwood ist ein Film, den es gar nicht geben dürfte. Es ist ein Stop Motion-Animationsfilm, was für sich genommen bereits eine Seltenheit ist, aber dieser ist gleichzeitig auf einem kaum zu beschreibenden, riesigen Maßstab umgesetzt, dass einen die Bilder förmlich überrollen. Mit einer Geschichte, die von stillen Tragödien erzählt und von großen Kriegen, ist das bewegend, berührend, witzig und warmherzig, actionreich und mitunter unheimlich – und eines der Ereignisse des Kinojahres.
  • Klara und die Sonne [2026]
    Taika Waititis sichtbar ambitionierter Klara und die Sonne fühlt sich stellenweise an, als hätte der Filmemacher einen ähnlichen Stoff wie Steven Spielbergs A.I.: Künstliche Intelligenz genommen und mit Slapstickhumor versehen. Wenn sich das unvereinbar anhört, dann, weil es kaum zusammenpasst und trotz einer tadellosen Inszenierung und einer gut gelaunten, namhaften Besetzung am Ende den emotionalen Kern verliert, der notwendig wäre, damit das tatsächlich funktionieren könnte.
  • Crazy Old Lady [2025]
    In seinem alleinigen Spielfilmregiedebüt erzählt Filmemacher Martín Mauregui vor der Kulisse eines Horrorfilms, der darauf aus ist, sein Publikum sich so unwohl wie möglich fühlen zu lassen, im Kern davon, wie Missbrauch und Trauma weitergegeben werden. Inhaltlich klingt das vielversprechend, doch verdienen die beiden Protagonisten in Crazy Old Lady ein Drehbuch, das abseits des Horrors auch an den Themen im Hintergrund interessiert ist. Dass dem nicht so ist, ist aber weniger ärgerlich, als dass die Erzählung nichts zu Ende bringt.
  • Obsession – Du sollst mich lieben [2025]
    Mit seinem zweiten Spielfilm gelingt dem unter anderem durch seine YouTube-Videos bekannt gewordenen Filmemacher Curry Barker nicht nur eine der erfolgreichsten Independent-Produktionen aller Zeiten. In Obsession – Du sollst mich lieben erzählt er darüber hinaus von der zerstörerischen Kraft einer zwanghaften Liebe und wie sehr die eigne Persönlichkeit davon verdrängt werden kann. Das ist stellenweise amüsant, über weite Strecken beängstigend und mitunter unvermittelt brutal umgesetzt.

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Vor 35 Jahren erschien mit #LastBoyScout – DAS ZIEL IST ÜBERLEBEN ein kompromissloser Action-Thriller, dessen Erfolg aus unverständlichen Gründen ausblieb. Mit #BruceWillis und @mrdamon2 in den Hauptrollen, neben @realchelseafield und einer ganz jungen halleberry, vereint die Geschichte um einen abgehalfterten Privatdetektiv, der ohne es zu wollen in eine Ermittlung hineingezogen wird, die sich bis in hohe politische Kreise erstreckt, alles, was man sich nur erhoffen kann. Explosive Action und lockere Sprüche im Minutentakt inklusive. Das wird heute derart old-school, es ist ungemein erfrischend – und mit einer überaus heiklen, immer noch aktuellen Hintergrundstory versehen.

Während wir hierzulande immer noch auf eine #4K #UHD-Veröffentlichung warten müssen, hat @arrowvideo im englischsprachigen Raum eine #4KUltraHD-Limited Edition veröffentlicht, die den Film ungeschnitten ebenso bereithält, wie zahlreiche Extras. Ein nagelneuer Audiokommentar, Interview mit dem Drehbuchautor, weitere Interviews, erweiterte und alternative Szenen, Trailer und das Originaldrehbuch … hier ist so gut wie alles enthalten, was das Fanherz begehren kann. Inklusive einer 4K-Restaurierung des original 35mm Kameranegativs, das den Film in neuem Glanz erstrahlen lässt. Die Farben sind zwar zurückgenommen und die Bilder gerade anfangs immens dunkel, doch entspricht das der Intention des Kameramanns @wardrussellphoto, der die Restaurierung abgesegnet hat. Neben einer Dolby Atmos-Tonspur gibt es auch den ursprünglichen Stereo-Ton und eine DTS-HD Master Audio 5.1-Fassung.

Dass diese Genreperle so spät endlich die verdiente Wertschätzung erfährt, ist so schön, man kann nur hoffen, dass die Veröffentlichung auch irgendwann den Weg in den heimischen Handel findet, ergänzt um eine deutsche Sprachspur.

Eine Besprechung zum Film gibt es bei uns:
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Die @dcofficial-Comic-Verfilmung CLAYFACE zeichnet ein düsteres einer Stadt in der Hand von Korruption und Gewalt, in der ein Schauspieler von einem Gangsterboss grausam entstellt wird und nach einer experimentellen Behandlung besondere Fähigkeiten entwickelt. Es ist keine Heldengeschichte, am Ende sogar ganz das Gegenteil davon. Das hat man so ähnlich bereits gesehen, ist hier aber düster und tragisch umgesetzt und gerade für die dunkle Jahreszeit eine Empfehlung. Zur Besprechung:
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Neue Kritiken sind eingetroffen zu dem ruhig erzählten Krimi EIN TALENT FÜRS MORDEN mit @helenmirren und @aldenehrenreich, fatih_bombero|s Melodrama GEISTER über ein junges Liebespaar, das durch den Tod getrennt wird, kaum dass es zueinander gefunden hat, sowie den im #Streaming verfügbaren MATCHBOX: DER FILM mit @johncena und @jessicabiel.
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