News & Reviews

  • Ein Talent fürs Morden [2026]
    In Ein Talent fürs Morden erzählt Regisseur Anton Corbijn basierend auf dem Theaterstück von Joanna Murray-Smith eine fiktive Geschichte über die letzten Tage von Autorin Patricia Highsmith. Das Ergebnis ist ein im besten Sinne altmodischer Krimi, der sich seinen Figuren auf behutsame Weise nähert und sich dank erstklassiger Dialoge an ein aufmerksames Publikum richtet. Das wird die Auflösung(en) zwar absehen können, faszinierend mitanzusehen ist es dennoch.
  • Geister [2026]
    Fatih Akins Fantasy-Liebesdrama Geister erzählt von einem jungen Paar, das durch den Tod getrennt wird, kaum dass es zueinander findet. Da ihre Liebe aber über den Tod hinaus wirkt, lässt den Zurückgeblieben die Trauer nicht los. Das klingt tragisch und ist sicher gut beabsichtigt. Aber es mangelt an greifbaren Darbietungen ebenso, wie an lebensnahe Dialogen, so dass der einzig rundum gelungene Moment wirkungslos verpufft. Schade ist das um die Talente und das Potential.
  • Matchbox: Der Film [2026]
    Als nächste Spielzeugmarke, die den Sprung in das Medium Film schaffen soll, haben sich die Verantwortlichen für die Titel gebenden Druckguss-Spielzeugautos entschieden. Das Ergebnis ist Matchbox: Der Film, der zwar immer wieder den Namen der Vorlage aufgreift, im Kern aber damit kaum etwas zu tun hat. Stattdessen erzählt Filmemacher Sam Hargrave eine actionreiche Agentenkomödie, die trotz der soliden Umsetzung am Ende wirkt, als wäre sie nur ein Spielzeugmodell.
  • Wildwood [2026]
    Travis Knights Wildwood ist ein Film, den es gar nicht geben dürfte. Es ist ein Stop Motion-Animationsfilm, was für sich genommen bereits eine Seltenheit ist, aber dieser ist gleichzeitig auf einem kaum zu beschreibenden, riesigen Maßstab umgesetzt, dass einen die Bilder förmlich überrollen. Mit einer Geschichte, die von stillen Tragödien erzählt und von großen Kriegen, ist das bewegend, berührend, witzig und warmherzig, actionreich und mitunter unheimlich – und eines der Ereignisse des Kinojahres.
  • Klara und die Sonne [2026]
    Taika Waititis sichtbar ambitionierter Klara und die Sonne fühlt sich stellenweise an, als hätte der Filmemacher einen ähnlichen Stoff wie Steven Spielbergs A.I.: Künstliche Intelligenz genommen und mit Slapstickhumor versehen. Wenn sich das unvereinbar anhört, dann, weil es kaum zusammenpasst und trotz einer tadellosen Inszenierung und einer gut gelaunten, namhaften Besetzung am Ende den emotionalen Kern verliert, der notwendig wäre, damit das tatsächlich funktionieren könnte.
  • Crazy Old Lady [2025]
    In seinem alleinigen Spielfilmregiedebüt erzählt Filmemacher Martín Mauregui vor der Kulisse eines Horrorfilms, der darauf aus ist, sein Publikum sich so unwohl wie möglich fühlen zu lassen, im Kern davon, wie Missbrauch und Trauma weitergegeben werden. Inhaltlich klingt das vielversprechend, doch verdienen die beiden Protagonisten in Crazy Old Lady ein Drehbuch, das abseits des Horrors auch an den Themen im Hintergrund interessiert ist. Dass dem nicht so ist, ist aber weniger ärgerlich, als dass die Erzählung nichts zu Ende bringt.
  • Obsession – Du sollst mich lieben [2025]
    Mit seinem zweiten Spielfilm gelingt dem unter anderem durch seine YouTube-Videos bekannt gewordenen Filmemacher Curry Barker nicht nur eine der erfolgreichsten Independent-Produktionen aller Zeiten. In Obsession – Du sollst mich lieben erzählt er darüber hinaus von der zerstörerischen Kraft einer zwanghaften Liebe und wie sehr die eigne Persönlichkeit davon verdrängt werden kann. Das ist stellenweise amüsant, über weite Strecken beängstigend und mitunter unvermittelt brutal umgesetzt.
  • Still – Hush [2016]
    In seinem dritten Spielfilm Still – Hush erzählt Filmemacher Mike Flanagan einen Home Invasion-Thriller mit einer in der Hauptfigur liegenden Besonderheit. Die kompakten 80 Minuten vergehen ungemein schnell und sind stellenweise packend umgesetzt. Ein Publikum, das sich darauf einlässt, erwartet ein beängstigendes Szenario, bei dem man sich nicht sicher sein kann, wie es ausgeht. Ob man unbedingt auf die vom Regisseur bevorzugte Fassung zurückgreifen muss, sei dahingestellt.
  • Clayface [2026]
    Das einzig große Manko an James Watkins’ Adaption der DC Comics-Vorlage Clayface ist tatsächlich, dass man nicht wirklich sagen kann, an welcher Stelle sich der düstere Body-Horror-Thriller in die übrigen Filme des filmischen Universums einfügen soll. Auch wenn er sich anfühlt wie ein Teil desselben wie The Batman, gehört er wohl nicht dazu. Das ist schade, denn die düstere Comic-Verfilmung ist stark gemacht und erzählt eine tragische Geschichte um eine Hauptfigur, die sich zunehmend verliert. Der beste DC-Comicfilm seit Jahren.
  • Die andere Seite [2026]
    Die Bilder, die Filmemacherin Mariko Minoguchi in ihrem beängstigenden Drama Die andere Seite findet, sind wie die Darbietung im Zentrum derart stark, dass man lange Zeit nicht bemerkt, dass es der Geschichte an einem klaren Ziel ebenso mangelt, wie an deutlichen Charakterisierungen. Insbesondere ein erwachsenes Publikum kann sich dabei so leicht mit der Ausgangslage identifizieren, dass es beinahe enttäuscht, dass die Erzählung am Ende nicht mehr daraus zu machen versteht – oder nicht daran interessiert ist.

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Die @dcofficial-Comic-Verfilmung CLAYFACE zeichnet ein düsteres einer Stadt in der Hand von Korruption und Gewalt, in der ein Schauspieler von einem Gangsterboss grausam entstellt wird und nach einer experimentellen Behandlung besondere Fähigkeiten entwickelt. Es ist keine Heldengeschichte, am Ende sogar ganz das Gegenteil davon. Das hat man so ähnlich bereits gesehen, ist hier aber düster und tragisch umgesetzt und gerade für die dunkle Jahreszeit eine Empfehlung. Zur Besprechung:
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Neue Kritiken sind eingetroffen zu dem ruhig erzählten Krimi EIN TALENT FÜRS MORDEN mit @helenmirren und @aldenehrenreich, fatih_bombero|s Melodrama GEISTER über ein junges Liebespaar, das durch den Tod getrennt wird, kaum dass es zueinander gefunden hat, sowie den im #Streaming verfügbaren MATCHBOX: DER FILM mit @johncena und @jessicabiel.
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