News & Reviews

  • Titan A.E. [2000]
    Don Bluths Animationsfilm Titan A.E. ist gleichermaßen seiner Zeit voraus wie er ein Kind derselben ist. Ursprünglich als regulärer Spielfilm konzipiert, erzählt die Science Fiction-Geschichte von der Suche seiner Figuren nach einer neuen Heimat im 31. Jahrhundert, nachdem die Erde durch Außerirdische zerstört wurde. Das ist überraschend düster und immens temporeich, aber in vielerlei Hinsicht kaum ausgearbeitet und bietet darum deutlich mehr Potential, als die kurze Laufzeit zu nutzen vermag.
  • Road House [2024]
    Doug Limans Remake des gleichnamigen Patrick Swayze-Originals aus dem Jahr 1989 ist über weite Strecken derart leichtfüßige, wenn auch nicht zimperliche Actionunterhaltung, dass man den Wechsel im letzten Drittel umso mehr spürt. Für ein erwachsenes Publikum in der richtigen Stimmung ist Road House dennoch genau das, was die Vorschau verspricht. Solange man nicht beginnt, über das Gezeigte nachzudenken oder eine ausgereifte Story dahinter zu vermuten. Damit halten sich die Verantwortlichen nicht auf.
  • Predator: Killer of Killers [2025]
    Nach seinem Überraschungserfolg Prey und noch vor seinem Predator: Badlands erzählt Filmemacher Dan Trachtenberg in Predator: Killer of Killers in drei Geschichten von weiteren Begegnungen der Menschen mit dem tödlichen Alien. Doch so stilistisch einfallsreich das auf den ersten Blick sein mag, spätestens im letzten Drittel wirkt das weniger wie ein abendfüllender Spielfilm, denn ein animiertes Comic, das überdies die Auflösung der übrigen Geschichten in der Luft zerreißt.
  • How to Make a Killing – Todsicheres Erbe [2026]
    Obwohl Filmemacher John Patton Ford, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, den Krimiklassiker Adel verpflichtet nicht als Vorlage auflistet, seine böse Krimikomödie How to Make a Killing – Todsicheres Erbe weist dieselbe Grundidee auf. Darin versucht ein geschasster Erbe, sich der übrigen zu entledigen, um das Familienvermögen zu erlangen. Am Ende ist das zwar weniger packend erzählt, als man sich wünschen würde, dank der toll aufgelegten Besetzung und der sehenswerten Umsetzung aber ungemein empfehlenswert.
  • Ready or Not 2 [2026]
    Die überraschend späte Fortsetzung bietet genau das, was Fans des ersten Teils erwarten. In dieser Feststellung schwingt bereits mit, dass es den Filmemachern Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett jedoch nicht gelingt, der Ausgangsidee mehr als ein paar neue Einfälle hinzuzufügen. Weiß man aber darum, bietet Ready or Not 2 durchaus brachiale Unterhaltung für ein erwachsenes Publikum, wobei die Gewalt, die sich gegen die Protagonistinnen richtet, an ein paar Stellen merklich zu weit geht.
  • The History of Sound [2025]
    Wie in seinem erstklassigen Living – Einmal wirklich leben erzählt Filmemacher Oliver Hermanus auch Ben Shattucks Adaption seiner eigenen Kurzgeschichte als zurückgenommenes Drama voller leiser Beobachtungen. Die emotionale Kraft, die The History of Sound dabei entwickelt, zeigt sich zwar erst ganz am Ende, dann jedoch ergibt die Geschichte um ein unerfülltes Leben oder das Glück einer Liebe, der man sich selbst verschließt, ein so treffendes Bild, dass es einen förmlich anhält, zu reflektieren.
  • Der Magier im Kreml [2026]
    Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Giuliano da Empoli erzählt Filmemacher Olivier Assayas in Der Magier im Kreml die Geschichte des späteren Chefberaters des russischen Präsidenten. Während der literarischen Vorlage eine propagandistische Russlandfreundlichkeit vorgeworfen wird, was nur diejenigen beurteilen können, die sie gelesen haben, zeigt sich die filmische Umsetzung kritisch, vermag sich aber den Figuren letztendlich auch nicht vollends zu nähern.
  • Shelby Oaks [2024]
    In seinem ersten abendfüllendem Spielfilm erzählt der zum Filmemacher avancierte YouTube-Filmkritiker Chris Stuckmann eine Geschichte, die trotz der bekannten Erzählweise interessanter beginnt, als sie endet. Der durchaus atmosphärische Szenenaufbau tröstet lange darüber hinweg, dass keine Idee in Shelby Oaks wirklich neu ist und man all dies bereits zu oft gesehen hat. Doch im letzten Drittel, wenn die Story den Fantasyaspekt vollends aufgreift, fällt auch die Stimmung merklich in sich zusammen.
  • Das Drama [2026]
    Je weniger man darüber weiß, umso mehr nimmt einen der Inhalt von Das Drama mit in eine Richtung, die man in keinster Weise kommen sieht. Kristoffer Borglis Erzählung von einem traumhaftem Paar, dessen Beziehung sich wenige Tage vor der Hochzeit in einen Alptraum verwandelt, als ein Geheimnis ans Licht kommt, ist stellenweise derart satirisch böse, dass einem das Lachen beinahe im Halse stecken bleibt. Dank der tollen Chemie der Besetzung fiebert man dennoch mit, auch wenn man gerade im letzten Drittel zunehmend vor Fremdscham im Boden versinken möchte.
  • Der Super Mario Galaxy Film [2026]
    Das Animationsabenteuer richtet sich ganz und gar an seine Zielgruppe. Die besteht zum einen aus einem sehr jungen Publikum und gleichzeitig aus Fans von Nintendos Spielen um den heldenhaften, Titel gebenden Klempner Mario und seinen zurückhaltenden Bruder Luigi. Aber so sehr sich das nach einem Erfolgsrezept anhört, ist Der Super Mario Galaxy Film erzählerisch ein derartiger Schlamassel, dass es merklich Unterhaltungswert kostet. Zumindest dann, wenn man nicht der originären Zielgruppe angehört.

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