News & Reviews

  • Toy Story 5 [2026]
    So unterhaltsam Toy Story 5 durchweg ist, die einmal mehr späte Fortsetzung fühlt sich erst im letzten Drittel wie ein richtiger Teil der Reihe ein. Warum dem so ist, ist schwer an einem Punkt festzumachen und ungeachtet dessen überzeugt die Erzählung mit einer aktuellen Geschichte und Figuren, die einem ans Herz gewachsen sind. Aber nur wenig hiervon wirkt in einer Art und Weise lebendig, dass man davon vollends mitgerissen würde. Das mag aber auch an dem hohen Niveau liegen, das die bisherigen Filme etabliert haben.
  • H wie Habicht [2025]
    Das preiswürdig gespielte, einfühlsame Drama erzählt, wie die Cambridge-Dozentin nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters versucht, mit einer Trauer umzugehen, die sie selbst nicht annimmt. Stattdessen sucht sie in der Ausbildung eines Habichts eine Aufgabe und isoliert sich zunehmend. H wie Habicht lebt dabei nicht von lauten Konflikten oder Konfrontationen, sondern von leisen Beobachtungen, die all diejenigen mitten ins Herz treffen, die selbst bereits einen geliebten Menschen verloren haben.
  • To My Sisters [2026]
    Faek Falaks Dokumentarfilm To My Sisters wartet neben einer ungewöhnlichen Perspektive mit einem derart schockierenden Zeugenbericht auf, dass man ihn im Grunde verpflichtend allen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern mit auf den Weg geben möchte. Dabei unterstreicht der Filmemacher auch, welche Gefahr die Terrororganisation des Islamischen Staates, sollte sie nicht eingedämmt werden, in und für Europa bedeuten kann. Doch gerade dieser Aspekt kommt merklich kurz.
  • Kraken – Erwachen der Tiefe [2026]
    So hanebüchene die Ausgangslage ist, auch auf Grund vieler Parallelen zu typischen Hollywood-Genre-Filmen kann man sich durchaus vorstellen, dass Pål Øies Monsterhorror Kraken – Erwachen der Tiefe um einen riesigen Tintenfisch in einem norwegischen Fjord funktionieren könnte. Die Verantwortlichen geben sich dabei handwerklich zudem durchaus Mühe. Aber an vielen Stellen wirkt das so unfertig und rau, man könnte meinen, dies sei mehr eine Idee als ein fertiger Film. Das Ergebnis ist nicht langweilig, aber auch nie packend und letztlich zu sehr um Ernsthaftigkeit bemüht.
  • Nur noch ein kleiner Gefallen [2025]
    Mit Nur noch ein kleiner Gefallen setzt Filmemacher Paul Feig fünf Jahre nach seinem Überraschungshit um Intrigen und Geheimnisse seiner abgründigen Figuren an. Er präsentiert sie in einer Story, die in vielerlei Hinsicht unmittelbar mit der des ersten Films verwoben ist, der es aber gleichzeitig an der Eigenständigkeit mangelt, für sich genommen einen wirklichen Sinn zu ergeben. Verkrampft auf Humor und Anzüglichkeiten getrimmt, ist das in jeder Hinsicht chic umgesetzt, aber inhaltsleer.
  • Die Odyssee [2026]
    Um eines vorwegzunehmen, Christopher Nolans Die Odyssee ist ein Film für die größtmögliche Leinwand. Nur dort kann man die wahre Größe der Produktion und diese epische Geschichte richtig in sich aufnehmen. Für die bräuchte der Filmemacher in manchen Momenten, insbesondere bei zwei Wegstationen der fantastischen Heimkehr der Titelfigur, zwar mehr Zeit, dafür aber gewinnt er dessen größtem Triumph eine Bedeutung ab, die seine Heldentaten in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
  • The Ministry of Ungentlemanly Warfare [2024]
    Der auf wahren Begebenheiten basierende The Ministry of Ungentlemanly Warfare ist ein Guy Ritchie-Film durch und durch. Angefangen von einer stellenweise überaus einfallsreichen Inszenierung, bis hin zu einer durchweg gelungenen Stimmung und einigen wirklich tollen Momenten. Nur wie zuletzt, fehlt es auch dieser Geschichte über eine erst vor einigen Jahren bekannt gewordene, britische Geheimoperation während des Zweiten Weltkriegs an einer durchgehenden Zugkraft und Figuren, mit denen man wirklich mitfiebern könnte.
  • Silent Night: Stumme Rache [2023]
    Die Ausgangslage vor und hinter der Kamera von Silent Night: Stumme Rache klingt derart interessant, dass es umso mehr enttäuscht, wie wenig der Actionthriller davon letztlich zu nutzen weiß. Wenig zimperlich umgesetzt, erzählt die Geschichte von einem Vater, der sich, nachdem sein Sohn im Kugelhagel eines Bandenkrieges ums Leben kommt, auf einen Rachefeldzug begibt. Das klingt bekannt, ist hier aber beinahe durchweg ohne Dialoge in Szene gesetzt. Woran es aber spürbar mangelt, sind greifbare Figuren – und mitreißende Action.
  • Vaiana [2026]
    Wenn nichts anderes, beweist die Realverfilmung des erst zehn Jahre alten Animationsfilms Vaiana, was für ein Potential in der farbenfrohen Geschichte steckt. Das weiß Filmemacher Thomas Kail durchaus zu nutzen und für ein junges Publikum, das mit der Vorlage nicht vertraut ist, hat die Adaption durchaus ihren Reiz. Aber dadurch, dass dieser hier überhaupt rein gar nichts hinzugefügt wird, ist die aufwändige und doch selten überzeugende Verfilmung hauptsächlich eines: unnötig.
  • Minions & Monster [2026]
    Im Kern ist das bereits dritte alleinige Abenteuer um die gelben, willfährigen Schurkenhelfer Minions eine große Hommage an die große Ära des Monsterfilms der hollywoodschen Traumfabrik. Zwar ist auch Minions & Monster mit Aspekten versehen, die am Ende für die Erzählung nicht wirklich wichtig sind, und der Humor richtet sich hauptsächlich an ein sehr junges Publikum. Aber vor allem die vielen Verweise an Genreklassiker werden ein erfahrene Zuseherinnen und Zuseher freuen. Durchweg unterhaltsam ist es obendrein.

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